Altersvorsorge: Frauen fühlen sich schlecht informiert

Allen Gleichstellungsdiskussionen zum Trotz ist die Gefahr, in die Altersarmut abzurutschen bei Frauen höher als bei Männern. Mehr als zwei Drittel aller Bundesbürgerinnen machen sich deswegen auch Sorgen und wollen etwas dagegen tun, doch es fehlt oft an kompetenter Beratung.

Gerade die heutige Generation junger Erwachsener ist im Hinblick auf Altersarmut gefährdet. Laut einer aktuellen, repräsentativen GfK-Umfrage unter 18- bis 32-Jährigen macht 68,3 Prozent der befragten jungen Frauen der Gedanke zu schaffen, im Alter arm zu sein. Hauptursache für diese Sorgen ist das fehlende Wissen über den Aufbau einer geeigneten privaten Altersvorsorge.

Aus einer zeitgleich erhobenen Studie des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung geht hervor, dass sich zwei Drittel der befragten Frauen schlecht informiert fühlen. Fast ein Drittel kann zudem nicht klar erkennen, welche Maßnahmen für sie persönlich bezüglich der Altersvorsorge am besten geeignet sind.

Hier fehlt es also an kompetenter Beratung, die das Thema Altersvorsorge übersichtlicher macht. Immerhin sagen rund 21 Prozent der befragten jungen Frauen, das Thema Altersvorsorge wäre für sie zu komplex und sie hätten nicht das Gefühl zu wissen, was sie tun sollen.

Erschwerend hinzu kommt derzeit auch noch die Corona-Krise. Rund 27 Prozent geben an, bereits Angespartes während der Pandemie für andere Zwecke genutzt zu haben als sie eigentlich vorgesehen hatten. Bisher verzeichnen bereits 9,4 Prozent der Frauen zum Teil starke finanzielle Einbußen und 16 Prozent geben an, ihren Lebensstil als Folge dessen bereits angepasst zu haben.

Trotzdem sollte immer versucht werden, regelmäßig eine wenig Geld für die eigene Altersvorsorge beiseitezulegen. So gibt es beispielsweise attraktive Fondssparpläne schon ab monatlichen Sparraten zwischen 25 und 50 Euro. Wie sich eine solche Investition in die eigene Altersvorsorge lohnt, zeigen aktuelle Berechnungen des Fondsverbands BVI: So erzielen zehn Jahre laufende Sparpläne in weltweit anlegenden Aktienfonds eine durchschnittliche Wertentwicklung von sieben Prozent – pro Jahr.

Diese lukrative Möglichkeit zum Vermögensaufbau nutzen daher auch immer mehr Menschen. Marktschätzungen zufolge gibt es mittlerweile mehr als zehn Millionen Deutsche, die regelmäßig in Fondssparpläne einzahlen.

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