Anlegerinnen haben ein höheres Selbstwertgefühl

Wie sind Frauen beim Thema Sparen und Geldanlage aufgestellt, wie ist ihr Risikobewusstsein und wie wirkt sich das Investieren am Kapitalmarkt auf die Persönlichkeit aus? Diesen Fragen ging eine aktuelle Studie des Investmenthauses J.P. Morgan Asset Management nach.

Im anhaltenden Niedrigzinsumfeld macht es keinen Sinn, sein Geld aufs Sparbuch zu legen oder mit Festgeld zu sparen. Dennoch sind 35 Prozent der befragten Frauen in Deutschland nach wie vor fest entschlossen, ihr Geld nicht an den Kapitalmärkten anzulegen, so ein Ergebnis der Umfrage von J.P. Morgan Asset Management.

Dabei ist es keineswegs der Fall, dass Frauen das Thema Finanzen vernachlässigen, im Gegenteil. Sie agieren nur deutlich anders als Männer. So geben 79 Prozent der Befragten an, regelmäßig zu sparen, wohingegen nur 18 Prozent regelmäßig investieren. Bei den Männern legen indes 29 Prozent beständig Geld an den Kapitalmärkten an.

Frühere Umfragen belegten bisher, dass Frauen häufig den ersten Schritt an den Kapitalmarkt scheuen. Um diesen zu erleichtern, kann eine Finanzplanung helfen. Denn hier offenbart die Studie von J.P. Morgan den größten Unterschied zwischen Anlegerinnen und denjenigen, die bisher nicht investieren: Mehr als drei Viertel der Anlegerinnen haben eine Planung für ihre Finanzen vorgenommen, auf deren Basis sie dann investieren. Bei den Sparerinnen hat noch nicht einmal jede Zweite solch einen Plan für ihre finanziellen Ziele und wie sie diese erreichen will.

Der Unterschied zwischen Sparerinnen und Anlegerinnen macht sich auch in den Zukunftsaussichten der befragten Frauen bemerkbar. 41 Prozent der Anlegerinnen gehen davon aus, in drei Jahren finanziell besser aufgestellt zu sein. Bei den Sparerinnen sind lediglich 33 Prozent der Ansicht, dass sich die eigene Finanzlage positiv entwickeln wird. Und 17 Prozent der Anlegerinnen schätzen ihre finanzielle Situation trotz Corona besser ein als vor einem Jahr, doch nur elf Prozent der Sparerinnen sind dieser Meinung.

Ein wirklich überraschendes Ergebnis der Befragung ist dagegen, dass die Anlegerinnen nicht nur ein größeres finanzielles Selbstbewusstsein, sondern tatsächlich auch ein höheres Selbstwertgefühl als die Sparerinnen haben. Dies bestätigt über einem Drittel der Frauen, die anlegen, aber nur jede Vierte Sparerin.

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