Cyber-Angriff – der lautlose Feind

In deutschen Unternehmen herrscht “digitale Sorglosigkeit”. Obwohl laut Bitkom-Angaben knapp drei Viertel aller deutschen Unternehmen in den vergangenen zwei Jahren Opfer von Cyberangriffen wurden, bestätigen 85 Prozent der für eine Studie befragten IT-Leiter, dass Vorstände und Geschäftsführer zu wenig Initiative in punkto digitaler Sicherheit zeigen.

Ein Cyber-Vorfall kann schnell ein ganzes Unternehmen in den Ausnahmezustand versetzen: Neben forensischen Dienstleistungen und der Behebung der Sicherheitslücken müssen die Systeme neu aufgerüstet werden. Zudem hat das Unternehmen die Pflicht, alle Kunden über den Vorfall zu informieren. Zu den Kosten für Rechtsbeistand und PR-Maßnahmen, um das Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen und den Vorfall zu erklären, muss das Unternehmen in der Regel auch Umsatzeinbrüche in Kauf nehmen.

Welche enormen Schäden durch Cyber-Angriffe verursacht werden können, zeigte auch der Fall des britischen Internet- und Mobilfunkproviders TalkTalk. Im November 2015 erbeuteten Kriminelle personenbezogene Daten und Zahlungsinformationen. Der Schaden soll nach Unternehmensangaben 30 bis 35 Millionen britische Pfund betragen.Trotz solcher Summen sind die Unternehmen in Sachen Schadenminimierung oft noch grob fahrlässig und kümmern sich zwar um die Abwehr von Angriffen bzw. investieren in die Sicherheit der IT, nicht aber um die Schadenminimierung im Krisenfall bzw. um einen Krisenplan.

(Kategorie: Versicherung, Quelle: ARAGON MEDIA GmbH, Bild: blickpixel@pixabay)

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