So vermeiden Sie hohe Dispo-Zinsen

Seit langem mahnen Verbraucherschützer die Banken, ihre Dispo-Zinsen weiter zu senken. Trotz der nach wie vor sehr teuren Konditionen überziehen viele Deutsche ihr Konto für größere Anschaffungen oder sogar für den Urlaub. Richtig Finanzieren geht viel günstiger.

Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey nach der Feriensaison zeigte, dass viele Menschen für den Urlaub mehr Geld ausgeben, als sie sich leisten können. Rund 3,2 Millionen Deutsche haben für die Fernreise ihr Konto überzogen – und dafür klaglos hohe Zinsen bezahlt.

Laut Untersuchung überziehen fast 40 Prozent der Dispo-Nutzer ihr Konto um mehr als 1000 Euro. Knapp 15 Prozent derjenigen, die im roten Bereich sind, wissen nicht einmal, wie hoch das Minus auf dem Konto ist. Und besonders problematisch: Rund die Hälfte der Dispo-Nutzer überziehen ihr Konto mehr als drei Monate oder bleiben sogar dauerhaft im Minus. Das geht ins Geld.

Im Schnitt liegen die Zinsen für Dispo-Kredite in Deutschland laut einer aktuellen Untersuchung von Stiftung Warentest bei 9,6 Prozent, bei manchen Geldhäusern sogar noch weit darüber – von Minizinsphase keine Spur. Wer also beispielsweise nötige Malerarbeiten am Haus mit einen Dispo-Kredit von 5.000 Euro finanziert und das Konto erst ein halbes Jahr später wieder ausgleichen kann, zahlt ein halbes Jahr rund 40 Euro Zinsen pro Monat.

Wenn nach einer Anschaffung die nächsten paar Gehaltseingänge nicht ausreichen, um das Girokonto wieder auszugleichen, sind Finanzierungsalternativen die schlauere Lösung. Am gängigsten ist dabei ein Ratenkredit, manchmal auch Verbraucher- oder Konsumentenkredit genannt. Darüber lässt sich günstiger Geld leihen, als über den Dispo auf dem Girokonto. Ein Vergleich der Angebote lohnt sich aber auch hier.

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